Das Futtermittellabor Rosenau bei der Langen Nacht der Forschung aktiv
Großes Interesse an der Futterqualitätsforschung bei Politikern, Praktikern und Konsumenten
Durch die Einbindung in das Technopol Wieselburg beteiligte sich auch das Futtermittellabor Rosenau an der Langen Nacht der Forschung am 24. April 2026.
Interessierte Besucher konnten sich über die Herausforderungen bei der Futterproduktion und Lagerung informieren, die neuesten Erkenntnisse aus Silage- und Heuprojekten erfahren und dabei auch die Laborräumlichkeiten besichtigen.
Dabei gab es nicht nur Besuch von Landwirtinnen und Landwirten, auch viele Tierliebhaber und sogar hochrangige politische Akteure Niederösterreichs - die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Agrarlandesrat Dr. Stephan Pernkopf - informierten sich über Forschungsprojekte und Entwicklungen.
Ein besonderes Highlight, gestaltet von der Landwirtschaftskammer NÖ, war die Rinder- und Pferdebrille. Mit einer VR-Brille konnten Besucherinnen und Besucher die Umgebung aus Sicht dieser Tiere wahrnehmen und so deren Verhalten in bestimmten Situationen nachvollziehen.
Die große Resonanz zeigt eindrucksvoll das breite Interesse an praxisnaher Forschung im Bereich der Futterqualitäten. Das Futtermittellabor bietet gerne Gruppenbesichtigungen an.
Auf Wunsch werden diese durch Fachvorträge zur Futterkonservierung ergänzt und fachlich vertieft.
LK-Heuprojekt 2026 mit neuen Schwerpunkten
Nach vier Jahren startet heuer wieder ein bundesweites Projekt, wo Heuqualitäten von Praxisbetrieben in ganz Österreich anhand neuer Qualitätsmerkmale für Protein, Energie und DCAB (Kationen-Anionen Bilanz) erfasst werden, um die Fütterung von Milchkühen nach den aktuellen GfE-Normen (2023) gezielt optimieren zu können. Im Rahmen des Projekts werden Heuproben umfassend chemisch und mineralstofflich inkl. DCAB analysiert, mit Managementdaten aus den Betrieben verknüpft und mittels moderner statistischer Verfahren ausgewertet, um praxisnahe Empfehlungen und aktualisierte Beratungsunterlagen für Landwirtinnen und Landwirte zu erarbeiten. Die Ergebnisse fließen in Beratung, Lehre und Fachöffentlichkeit ein und werden unter anderem über Fachvorträge, Publikationen sowie eine österreichweite Heugala in Tirol im Jahr 2027 mit Prämierung der besten Heu- und Grummetproben sichtbar gemacht.
Das LK-Heuprojekt 2026 ist ein offizielles Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und vor allem ein Kooperations-/Umsetzungsprojekt mit den teilnehmenden Praxisbetrieben, den Fütterungsreferenten der Landwirtschaftskammern, Futtermittellabor Rosenau (LK Niederösterreich), Landeskontrollverbänden (LKV), Maschinenring (MR), Arbeitskreise Milchproduktion, Mutterkuh und Mast, ARGE Heumilch Österreich und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Grünland und Viehwirtschaft (ÖAG).
Dokumente zum Heuprojekt 2026
Das Futtermittellabor Rosenau ist eine Serviceeinrichtung der Landwirtschaftskammer
Das Futtermittellabor Rosenau ist für Bäuerinnen und Bauern ein zuverlässiger Partner in den Bereichen Analyse und Beratung. Das Labor wickelt den überwiegenden Teil von Futteranalysen österreichischer Landwirte ab. Futteranalysen bringen den Landwirtinnen und Landwirten wertvolle Rückmeldungen. So liefern sie Daten zu futterbaulichen Maßnahmen oder zum Chargenvergleich, ergänzen die Qualitätskontrolle von eigenen und zugekauften Futtermitteln und ermöglichen eine bessere Rationsberechnung. Dabei ist es besonders die Ermittlung der Futterqualität, die einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Nutz- und Heimtiere leistet. Aber auch bei der Ursachensuche bei Erkrankungen liefert die Futteranalyse oft bedeutende Informationen. Ziel ist es, genaue Futteranalysen durchzuführen und den Betrieben praxistaugliche Bewertungen der Ergebnisse zur Verfügung zu stellen.
Probenbegleitscheine
Onlinebefundabfrage
Der Untersuchungsbefund wird per E-Mail und per Post zugestellt. Es besteht auch die Möglichkeit auf der Online-Befundabfrage des Futtermittellabors Rosenau alle am Betrieb gespeicherten Befunde herunterzuladen, anzusehen und zu vergleichen. Durch die Zusammenarbeit zwischen der ZAR und dem Futtermittellabor können die Analysendaten in das Online-Rationsberechnungsprogramm des Rinderdatenverbundes automatisch übermittelt werden.
Proben
Wie funktioniert die richtige Probenziehung von den verschiedenen Futtermitteln? Welche Menge wird für eine Probe benötigt? Welche Verpackung soll verwendet werden? Wie und wann kann die Probe abgegeben werden. All diese Fragen werden in den verschiedenen Menüpunkten bildlich und mittels Videos dargestellt.
Analysen
Im Futtermittellabor Rosenau können verschiedenste Untersuchungsmöglichkeiten und Analysen mittels anerkannten Methoden durchgeführt werden. Hier finden Sie Informationen für die Auswahl der geeigneten Untersuchung Ihrer Probe. Gerne stehen auch die Fütterungsberater für Fragen zur Verfügung.
Futtermittelplattform
Mit der Onlinefuttermittelplattform bieten die Landwirtschaftskammern (LK) Landwirten eine Hilfestellung für den Zu- sowie Verkauf von Futtermitteln. Die Futtermittelplattform dient der Vermittlung von Futtermitteln von Landwirt zu Landwirt. Getreideproduzenten und Grünlandbewirtschafter sowie -Verbraucher, wie Vieh haltende Betriebe oder Verarbeiter, können hier direkt miteinander in Kontakt treten und Geschäfte vereinbaren.